Ama­zon, Ama­zo­nen, am azonsten

Bis­her hielt ich Ama­zon für eine seriöse Platt­form. Doch seit heute zweifle ich an ihrer unbe­rühr­ten Skan­dal­frei­heit. Eine Freun­din wies mich näm­lich auf fol­gen­des Pro­dukt hin: das Wen­ger Schwei­zer Offi­ziers­mes­ser Giant Mes­ser (mit Scha­tulle). Und so sieht es aus:

Wenger Offiziersmesser

Der schiere Wahn­sinn der Exis­tenz eines sol­chen Mes­sers war es aber noch nicht allein, was mich stut­zig gemacht hat. Liest man sich näm­lich die Kun­den­re­zen­sio­nen durch, merkt man sehr schnell, dass die­ses Mes­ser and­schei­nend nicht ernst­haft rezen­siert wer­den kann. Obwohl die Bewer­tun­gen äußerst amü­sant sind, wage ich zu bezwei­feln, dass deren iro­ni­scher Unter­ton an der Amazon-Selbstzensur-Abteilung vor­bei­ge­gan­gen ist. Das würde bedeu­ten, dass Ama­zon es zulässt, dass man irgend­ei­nen Quatsch in die Rezen­sio­nen schrei­ben kann.

Und da frage ich mich, inwie­fern dies die Seriö­si­tät des Por­tals infrage stellt? Natür­lich soll man sich nicht auf das Inter­net ver­las­sen, wenn man veri­fi­zierte Daten möchte, aber Ama­zon…? Viel­leicht haben die bei Ama­zon ja auch ein Messer-Trauma, immer­hin schnit­ten sich die namens­ge­ben­den Ama­zo­nen damals eine Brust ab. Auf jeden Fall würde es mich nicht wun­dern, wenn sie dazu ein Wen­ger Schwei­zer Offi­ziers­mes­ser Giant Mes­ser (mit Scha­tulle) benutzt hät­ten, denn sicher fin­det sich unter den 141 Funk­tio­nen auch eine fürs Brustabschneiden.


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