Bes­ser spät und nie

Neu­lich soll­te ich mal ne Haus­ar­beit schrei­ben.
Nach­dem ich die Stun­den davor mit aller­lei unauf­schieb­ba­ren Din­gen wie Rech­nun­gen sor­tie­ren und Schreib­tisch auf­räu­men ver­bracht hat­te, begann ich mich zu schä­men und stell­te mir selbst die Dia­gno­se: Pro­kras­ti­na­ti­on.

Vom Selbst­hei­lungs­wahn befal­len fing ich an, mei­ne Krank­heit zu goo­geln und stieß dabei auf jede Men­ge Arti­kel, die zum Glück viel­zäh­lig und alle recht lang waren.
Als ich mich damit (wie es dem sokai auch schon pas­siert ist) in eine para­do­xe End­los­schlei­fe ver­setzt hat­te, schäm­te ich mich noch mehr.

Mit der Haus­ar­beit habe ich immer noch nicht so rich­tig ange­fan­gen.
Aber mein Schreib­tisch ist jetzt hübsch über­sicht­lich.

Ode an das Som­mer­se­mes­ter

War­um ist der Him­mel blau
und die Son­ne strahlt
wäh­rend ich im Audi­max
sitz? Mein Nach­bar malt.

War­um ist das Wet­ter schön
und die Uni nicht?
För­der­gel­der sind wohl knapp.
Anwe­sen­heit ist Pflicht.

War­um sind die Bache­lors
und die Bache­lo­ret­ten
noch so jung und ich so alt?
Ich brauch jetzt Ziga­ret­ten.

War­um ist das Wet­ter schön?
War­um drau­ßen schö­nes Licht?
War­um ist der Him­mel blau?
Und ich nicht?