Die Kegel­bow­lin­gold­schoo­lerfah­rung

Zum Trost, weil ich ja am Wochen­en­de ein biss­chen trau­rig war, waren mei­ne Mit­be­woh­ner ges­tern mit mir „al bow­ling”. Das muss man sich als einen Misch­masch aller Kugel-Roll-Kegel-Umschmeiß-Spie­le, die es so gibt, vor­stel­len.

Vom Bow­ling hat das Gan­ze die Anzahl der Kegel: 10. Außer­dem die Brei­te der Bahn.
Vom Kegeln hat es die Grö­ße der Kugel sowie das Feh­len der Fin­ger­lö­cher.

Aber das Schärfs­te ist. Es gibt kei­ne Schnü­re, die die Kegel auto­ma­tisch wie­der auf­stel­len. Son­dern da steht ein Mit­ar­bei­ter auf einer Platt­form über den Kegeln, beob­ach­tet das Spiel durch ein klei­nes Guck­loch, baut die Kegel dann immer wie­der per Hand auf und schickt die Kugel hin­ter­her auf der Roll­spur zurück zum Spie­ler.

Rüh­rend!

Ama­zon, Ama­zo­nen, am azon­s­ten

Bis­her hielt ich Ama­zon für eine seriö­se Platt­form. Doch seit heu­te zweif­le ich an ihrer unbe­rühr­ten Skan­dal­frei­heit. Eine Freun­din wies mich näm­lich auf fol­gen­des Pro­dukt hin: das Wen­ger Schwei­zer Offi­ziers­mes­ser Giant Mes­ser (mit Scha­tul­le). Und so sieht es aus:

Wenger Offiziersmesser

Der schie­re Wahn­sinn der Exis­tenz eines sol­chen Mes­sers war es aber noch nicht allein, was mich stut­zig gemacht hat. Liest man sich näm­lich die Kun­den­re­zen­sio­nen durch, merkt man sehr schnell, dass die­ses Mes­ser andschei­nend nicht ernst­haft rezen­siert wer­den kann. Obwohl die Bewer­tun­gen äußerst amü­sant sind, wage ich zu bezwei­feln, dass deren iro­ni­scher Unter­ton an der Ama­zon-Selbst­zen­sur-Abtei­lung vor­bei­ge­gan­gen ist. Das wür­de bedeu­ten, dass Ama­zon es zulässt, dass man irgend­ei­nen Quatsch in die Rezen­sio­nen schrei­ben kann.

Und da fra­ge ich mich, inwie­fern dies die Seriö­si­tät des Por­tals infra­ge stellt? Natür­lich soll man sich nicht auf das Inter­net ver­las­sen, wenn man veri­fi­zier­te Daten möch­te, aber Ama­zon…? Viel­leicht haben die bei Ama­zon ja auch ein Mes­ser-Trau­ma, immer­hin schnit­ten sich die namens­ge­ben­den Ama­zo­nen damals eine Brust ab. Auf jeden Fall wür­de es mich nicht wun­dern, wenn sie dazu ein Wen­ger Schwei­zer Offi­ziers­mes­ser Giant Mes­ser (mit Scha­tul­le) benutzt hät­ten, denn sicher fin­det sich unter den 141 Funk­tio­nen auch eine fürs Brust­ab­schnei­den.

April, April!

Kaum che­cke ich mei­ne Mails, erreicht mich schon die ers­te „Eil­mel­dung” in Form des News­let­ters von visits­cot­land. Es wur­den sowohl Nes­sie als auch Hag­gis gesich­tet, was klei­ne drei­bei­ni­ge Krea­tür­chen sein sol­len.
Ich bin gespannt, wie vie­le sol­cher Mel­dun­gen im Lau­fe des Tages noch so ein­tru­deln. Viel­leicht durch­stö­be­re ich auch mal die Home­page der BBC, die haben immer ganz net­te Enten.

Obwohl ich April­scher­ze eigent­lich nicht mag. Weil ich näm­lich so gut­gläu­big bin und immer auf alles rein­fal­le, was die Leu­te mir erzäh­len. Wahr­schein­lich, weil mein Ver­trau­en in die Auf­rich­tig­keit der Mensch­heit unge­bro­chen ist.

Da gibt es ja immer spe­zi­el­le Scherz­bol­de, die ihre Spä­ße auf Kos­ten ande­rer (z.B. leicht­gläu­bi­ger jun­ger Damen) machen und sich köst­lich dar­über amü­sie­ren.
Viel­leicht spricht aber auch nur der Neid aus mir. Weil ich näm­lich allein beim Gedan­ken, jeman­den rein­zu­le­gen, so lachen muss, dass die gan­ze Sache auf­fliegt.

Des­halb ver­las­se ich auch heu­te das Haus nur, um mei­ne münd­li­che Zwi­schen­prü­fung abzu­le­gen. Danach ver­brin­ge ich den gan­zen Tag daheim, egal wie schön das Wet­ter wird. Ich hof­fe nur, dass mich mei­ne Prü­fer nach­her nicht ver­äp­peln. Viel­leicht hab ich heu­te aber auch gar kei­ne Prü­fung. Mal schaun.