Ein biss­chen euro­zen­tris­ti­sche Roman­tik muss manch­mal sein!

Obwohl ich am Wochen­en­de ursprüng­lich weg­fah­ren woll­te, habe ich mich nun doch für das Live­strea­ming der Roy­al Wed­ding von Prinz Wil­liam und Kate Midd­le­ton ent­schie­den.

Jaaa, ich weiß, das ist alles über­trie­ben und splee­nig, aber ich kann mei­ne Lie­be zum Ver­ei­nig­ten König­reich nun­mal nicht ein­fach abschal­ten — ich habs ver­sucht! Des­halb wer­de ich mei­nen Wecker auf 6 Uhr mor­gens stel­len und im Schlaf­an­zug, mit einem Berg von Süßig­kei­ten und meh­re­ren Kaf­fees, die Zere­mo­nie ver­fol­gen. Und wahr­schein­lich die ein oder ande­re Trä­ne zer­drü­cken — man wird halt sen­ti­men­ta­ler im Alter.

Wo wir gera­de bei Roman­tik sind: Ich möch­te mich bei mei­nem Liebs­ten, mit dem ich am 30. April (also einen Tag nach der könig­li­chen Hoch­zeit, juhu) seit drei Jah­ren zusam­men bin, für alles bedan­ken, was ich mit ihm erlebt habe, erle­be und noch erle­ben wer­de. Es waren die schöns­ten drei Jah­re mei­nes Lebens, und wenn ich dar­an den­ke, dass es stän­dig noch schö­ner wird, dann weiß ich nicht wo das noch enden soll… Halt durch mein Herz, bald bin ich wie­der da :-*

So, jetzt aber genug der Sen­ti­men­ta­li­tät. Allen Mit­schau­ern wün­sche ich viel Spaß und der nächs­te Blog­ein­trag hat wie­der Argen­ti­ni­en zum The­ma — ver­spro­chen!

Back, back! (Kuchen)

Log­buch vom 22.03.2009

Nach einer Nacht am Edin­burg­her Flug­ha­fen sind wir wie­der in Deutsch­land ange­kom­men.
Lei­der hat mich mein kon­ti­nen­ta­les Man­te­lout­fit nicht vor der Grip­pe bewahrt. War­um die Eng­län­de­rin­nen nur nie krank wer­den, frag ich mich. Am Frei­tag waren es näm­lich son­ni­ge 13 Grad, was die ers­ten Mini­rock-Flip­Flop-Bauch­frei­top-Trä­ge­rin­nen aus den Häu­sern gelockt hat­te.

Mein Fazit die­ser Rei­se:

  1. Man kann zwar gut shop­pen in Eng­land, aber ich bin froh, dass die Buy-one-get-one-free-Men­ta­li­tät in Deutsch­land noch nicht Fuß gefasst hat, da ich sonst dau­er­plei­te wäre.
  2. Die nied­ri­gen Prei­se der Medi­ka­men­te sind wahr­schein­lich ver­ur­sacht durch das ganz­jäh­ri­ge Ange­bot an som­mer­li­chen Klei­dungs­stü­cken.
  3. Wenn der Ryan­air­pi­lot bei der Lan­dung mit solch einem Schlag auf­setzt, dass einem die Hals­wir­bel kna­cken, muss das nicht bedeu­ten, dass das Fahr­werk dann auch auf Schä­den unter­sucht wird

Alles in allem war es mal wie­der zau­ber­haft und jedem Rei­sen­den sei ein Besuch in Groß­bri­tan­ni­en sehr ans Herz gelegt.

An die­ser Stel­le bre­chen die Ein­trä­ge im Log­buch ab…

Old York

Log­buch vom 19.03.2009

Heu­te waren wir in York. Erst haben wir im Park Eichhörnchen foto­gra­fiert, dann gabs Eng­lish Bre­ak­fast, und danach sind wir durch die klei­nen Gäss­chen spa­ziert und haben den ein oder ande­ren Laden besich­tigt. Ach so, und wir haben noch die 275 Stu­fen zum Turm des Yor­ker Mins­ters bestie­gen.

Es ist kaum zu glau­ben, aber in die­ser einen Woche mache ich fast mehr Sight­see­ing als in dem kom­plet­ten Semes­ter, in dem ich hier gelebt habe.

Grün hin­ter den Ohren

Log­buch vom 17.03.2009

Heu­te war es end­lich soweit: St. Patrick’s Day.
Lei­der wird er die­ses Jahr nicht so ernst genom­men, wie er es ver­dient hät­te. Vie­le Fei­ern waren schon am letz­ten Sams­tag, damit sich auch die arbei­ten­de Bevölke­rung gebüh­rend abschie­ßen kann. Und wir fan­den beim Shop­pen weder T‑Shirts in Eme­rald Green, noch sons­ti­ge Ver­mark­tungs­ar­ti­kel. Dabei ste­hen die Eng­län­der eigent­lich auf Mer­chan­di­sing jeg­li­cher Art.

Bei der Suche nach einer Par­ty abends wur­den wir dann aber doch fün­dig. Hier lässt man sich halt kei­ne Gele­gen­heit zum Fei­ern ent­ge­hen. Und je spä­ter die Stun­de, des­to herr­li­cher war die Fleisch­be­schau der Eng­län­de­rin­nen auch zu beob­ach­ten. Das Ver­rück­te hier ist, dass es nie­man­den inter­es­siert, wenn sich wohl­be­leib­te Gra­zi­en unzu­läng­lich ver­hül­len. Aber wenn jemand bei 5 Grad Man­tel und Schal anhat, dann wird getu­schelt.

Domi­nant rezes­siv

Log­buch vom 16.03.2009

Waren heu­te shop­pen. Die Rezes­si­on hat übri­gens auch Eng­land erreicht. Für mei­ne Euros habe ich ne Men­ge mehr Pfund bekom­men, als noch vor 2 Jah­ren. Und alles ist „on sale”.

Ich kom­me mir vor wie in Polen. Sicher wird Eng­land bald das neue Ziel der Ziga­ret­ten­tou­ris­ten. Nur das Geld, was man hier spart, knöpft einem Ryan­air dann wie­der ab.