Des Rät­sels Lösung

Jetzt weiß ich, war­um die Argen­ti­nie­rIn­nen so selbst­be­wusst und extro­ver­tiert sind! Mir wur­de erzählt, dass in jeder Schu­le mor­gens vor dem Unter­richt die Flag­ge gehisst wird und alle Schü­ler sich dar­um ver­sam­meln.

Dazu wird jeden Tag von ande­ren Schü­lern etwas vor­ge­tra­gen, ein Gedicht oder eine Geschich­te etce­te­ra pepe. Weil jeder mal dran­kommt, und die Grö­ße des Publi­kums nicht gera­de klein ist, ler­nen die Men­schen hier also schon früh, sich im Mit­tel­punkt wohl­zu­füh­len und kei­ne Angst vorm Vor­tra­gen zu haben.

So ist das also!

 

Nach­hil­fe in Selbst­be­wusst­sein

Wer sich für zu schüch­tern hält, soll­te nach Argen­ti­ni­en fah­ren. Weil man als „rei­che®” Euro­päe­rIn hier öfter mal über den Tisch gezo­gen wird, muss man schnell ler­nen, sei­ne Mei­nung zu ver­tre­ten und sich nicht unter­but­tern zu las­sen. Dabei soll­te man sich nicht schä­men, wenn man sich nicht rich­tig auf Spa­nisch arti­ku­lie­ren kann. Den Argen­ti­ni­ern impo­niert es im All­ge­mei­nen, wenn man bei sei­nem Stand­punkt bleibt (weil sie selbst das nicht tun) und ist man selbst­be­wusst genug, las­sen sie einen dann auch in Ruhe oder machen, was man will.

Man soll­te wei­ter­hin auf dem behar­ren, was man ursprüng­lich ver­ein­bart hat­te: Ter­mi­ne, Abma­chun­gen, Rege­lun­gen, Ver­spre­chun­gen etc. wer­den sonst ganz gern ver­ges­sen.

Wer zu schüch­tern ist, geht hier unter. Des­halb also eine gute Lek­ti­on für alle, die selbst­be­wuss­ter wer­den möch­ten.